18. August 2009

Eine Entscheidung für die Zukunft



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Ich hoffe nicht, dass der Druckfehler im Namen des Studiengangs irgendetwas über denselben aussagt :x ;)

17. Juli 2009

Ein Rückblick auf Blumfeld in Erwartung der Rückkehr des Jochen Distelmeyer



phpthumb_generated_thumbnailjpg Am 25. September erscheint das erste Solo-Album von Jochen Distelmeyer. Auf seiner neuen Homepage kann man in ein Lied schon hereinhören, das da heißt Wohin mit dem Hass. Es läuft bei mir seit drei Tagen quasi auf Dauerschleife und ich bin schon sehr gespannt auf das komplette Album1 und die an die Veröffentlichung anschließende Tour.

Ich nehme dies zum Anlass für einen kleinen persönlichen Rückblick auf das bisherige Schaffen des Jochen D., den man bisher vor allem von der Band Blumfeld kannte, die sich ja leider Mitte des Jahres 2007 aufgelöst hat. Tatsächlich habe ich Blumfeld zunächst nie wirklich wahrgenommen. Beim ersten Kontakt mit ihrer Musik war ich 15 oder 16 und hatte sehr geringe bis gar keine Ahnung von Musik und von eigentlich allem. Aber zum Glück hatte ich zu der Zeit auch einen Chatfreund2, durch den ich Graue Wolken kennenlernte. Ich habe dieses Lied vom ersten Hören an geliebt, auch wenn mir meine Freunde damals unterstellten, ich fände es nur wegen dieses besagten Chatfreundes gut. Aber das stimmte nicht, und ich wage zu behaupten, dass dies einer der ersten Schritte in die richtige Richtung war, also im Bezug auf Musik.
Zu dieser Zeit lief Graue Wolken auf allen Musiksendern und Blumfeld feierten mit ihrem vierten Album Testament der Angst einen Charterfolg.

Die Band selbst hatte ich zu dem Zeitpunkt immer noch nicht wirklich wahrgenommen. Das dauerte noch zwei weitere Jahre, bis sie Wir sind frei3 veröffentlichten. Vielleicht lag es daran, dass in dem Video die Band selbst zu sehen war, oder dass ich langsam anfing, mich für andere Musik als die Bravo Hits u.ä. zu interessieren und schon auf ein paar Konzerten gewesen war.

Dennoch sollten weitere lange vier Jahre vergehen, bis ich Blumfeld endlich live sah: Erst auf ihrer Abschiedstournee 2007 ergriff ich die Gelegenheit. Natürlich ärgere ich mich im Nachhinein sehr, dass ich nicht schon vorher zu ihren Konzerten gegangen bin, denn es gab sicher die eine oder andere Gelegenheit. Aber man kann sich darüber ärgern – oder aber versuchen, das nachzuholen, was man verpasst hat. Erst nach dem Konzert in Krefeld lernte ich die älteren Stücke kennen, erst nach ihrer Auflösung lernte ich den Wert ihrer Musik richtig schätzen. Zu spät, könnte man meinen, doch ich sage, besser spät als nie!

Jochen Distelmeyers Texte empfinde ich als pure Poesie, die Bilder, die er mit Worten erschafft, als so eindringlich. Seine Stimme ist sehr markant und macht die Lieder meiner Meinung nach erst zu dem, was sie sind. Die Inhalte der Lieder haben eine starke Entwicklung durchgemacht: von politisch motivierter Rebellion und der ständigen Opposition von Staat und Individuum4 zu seicht anmutenden, aber dennoch nachdenklichen und tiefgründigen Popsongs über die Liebe und die zwischenmenschlichen Kleinigkeiten des Alltags. Das von vielen als Bruch empfundene dritte Album Old Nobody ist nach wie vor eins meiner Lieblingsalben. Gut möglich, dass ich es nicht so sehr als erschreckend empfand, weil ich die Anfänge von Blumfeld nicht miterlebte und erst durch die poplastigen späteren Songs zu der Band fand. Das finde ich jedoch keineswegs negativ. Immerhin machte dieser Stil die länger andauernde spätere Schaffensphase der Band aus.

Ich finde es nach wie vor spannend, mit die Lieder von Blumfeld anzuhören. Obwohl ich mittlerweile die meisten Lieder in- und auswendig kenne, habe ich oft das Gefühl, sie beim erneuten Hören neu zu entdecken. Auch – oder insbesondere – die gesprochenen “Lieder” (vielmehr: Gedichte) zeigen die Wortgewandheit Distelmeyers und die Kraft, die er seinen Worten so zu verleihen vermag.

Im Grunde hat Jochen Distelmeyer für mich immer Blumfeld verkörpert. Schuld daran waren mit Sicherheit seine dominante Präsenz, die markante Stimme, das charismatische Aussehen. Umso mehr hatte ich gehofft, dass es irgendwie weitergehen würde, und ich wurde nicht enttäuscht. Bis das Album Heavy erscheint, werde ich wahrscheinlich noch gefühlte zehntausendmal das eine Lied hören, das bisher zur Verfügung steht, und immer wieder in der Blumfeld-Kiste kramen. Einen Schatz findet man dort garantiert immer!

Das Bild des Plattencovers stammt von Jochen Distelmeyers Homepage.

  1. Am 11. September erscheint schon eine Vorab-Single, die das Warten auf das Album etwas erleichtern wird :) []
  2. Jaja, Teeniezeit usw. Da verabredet man sich schonmal ein Jahr lang mehrmals die Woche zum Chatten … Vergessen wir’s.[]
  3. Die Qualität des Videos, zu dem der Link führt, ist leider nicht die beste …[]
  4. Insbesondere die ersten beiden Alben Ich-Maschine (1992) und L’État et Moi (1994).[]

15. Mai 2009

Die physikBlog-Expedition zum Science Express



Jeder, der mich halbwegs gut kennt, weiß, dass ich mich von allem, was aus Formeln, Atomen oder Elektronen besteht, möglichst fern halte. Mein physikalisches Wissen bezieht sich im Großen und Ganzen auf die Fähigkeit, eine Glühbirne zu wechseln, die Milchkanne so zu schwenken, dass die Milch nicht herausschwappt (Fliehkraft und so, jaha!), und einen Stromkreis à la Physikunterricht zu zeichnen1. Gut, vielleicht noch das ein oder andere mehr, aber wenn es ins Detail geht, schalte ich auf Durchzug. Es gibt doch wirklich nichts Langweiligeres!

Nun traf es sich aber, dass sich bei der pl0gbar in Aachen die Physiker tummeln und der Andi und der André gleichzeitig die Betreiber des physikBlogs sind. Ich hab mir diesen Blog bisher nicht wirklich angeschaut (weil Thema Physik und langweilig und so), aber jetzt haben die beiden die erste physikBlog-Exkursion angeleiert, und – Tatsache! – ich war mit dabei.

Ziel des Ausflugs war der Aachener Hauptbahnhof, an dem zur Zeit der Science Express Halt macht. Dieser umgebaute Zug tourt derzeit im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2009 quer durch Deutschland und in seinem Inneren befindet sich allerhand Ausstellungsgedöns zur Wissenschaft an sich. Sprich: Physik, Chemie, Medizin, Biologie, Technologie, alles ist dort vertreten. Hört sich ja auch eigentlich ganz cool an!

Die Exkursion startete heute um 14h und fühlte sich tatsächlich irgendwie an wie ein Klassenausflug oder so etwas. Andi und André – als die Chefs usw. – kamen beide in seriösem Partnerlook und ich hatte unter den ganzen Naturwissenschaftlern etwas das Gefühl, der einzige Laie zu sein. Aber tatsächlich war es ganz interessant! Auch für Laien.

Gut, die ersten drei Waggons fand ich echt nicht so pralle. Atome, Geräte, um Licht in der Erde zu messen, andere Geräte, deren Sinn sich mir verschloss, Zellstrukturen, Urknalltheorien. Natürlich alles sehr nett gemacht, aber das ist einfach nicht so meine Materie. Danach fand ich es allerdings immer interessanter. Da ging es um Gehirnfunktionen, Globalisierung durch digitale Netzwerke, neue Technologien, Roboter, zukünftige Ressourcen für Energie und Nahrung2, die Auswirkungen des Klimawandels, Mobilität und die Zukunft der modernen Gesellschaft. Zwischendurch konnte man sich bei Führungen einklinken und ein bisschen den Ausführungen des Führers lauschen; da hatte ich dann tatsächlich das Gefühl, ich lerne etwas.

Also ich muss sagen, ich bin wirklich positiv überrascht! Die ganzen aufgezählten Themengebiete zähle ich irgendwie gar nicht so zur Wissenschaft an sich, für mich sind das immer nur die großen drei Naturwissenschaften. Aber es gibt ja eigentlich noch viel mehr, vor allem eben auch Dinge, die tatsächlich relevant sein können oder es schon sind. Und natürlich ist das ganze Interieur des Zuges sehr nett gemacht, man kann viel selber ausprobieren und sich alles genau anschauen. Nur leider ist es, da es eben immer noch ein Zug ist, ziemlich eng. Vor allem, wenn Schulkinder durch die Gänge toben. Aber das lässt sich ja nicht vermeiden. Und mit dem Interesse für Wissenschaft kann man ja nie früh genug anfangen – und nie zu spät! ;)

  1. Pluspol, Kabel, Glühbirne (also ein Kreis mit x), Kabel, Schalter, Kabel, Minuspol, fertig.[]
  2. Hier gab es ein Modell von einem sich selbst versorgenden Haus – genau so, wie Max mir das mal beschrieben hatte! Absolut spannend![]

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