5. Juni 2008

Sex and the City – der Film



satc Ja, ich gebe es zu, ich gehöre wie ca. 90% der übrigen serienguckenden Frauen in die Schublade, die man getrost mit Sex and the City-Fans betiteln kann. Als die Serie noch auf Pro7 lief, gehörte es zu meinem wöchentlichen Dienstagabendprozedere, Carrie und Co. bei ihren lustigen, nicht-jugendfreien, herzergreifenden Geschichten zuzuschauen und mitzufiebern. Natürlich ist es Teil der amerikanischen Trash-TV-Kultur und ja, ich weiß, das Frauenbild, das da vermittelt wird, ist einfach nur niveaulos: Klamotten und Sex bestimmen das Leben, frau kocht nicht, sondern geht essen, frau fährt nicht selber Auto, sondern nimmt sich ein Taxi usw. Drauf geschissen :D Ich habe selten so gelacht wie bei dieser Serie.

Da liegt es natürlich nahe, sich auch den gerade erschienenen Kinofilm anzusehen :) Also habe ich es mir gestern zusammen mit Anne, Isa und Romy im Kinosaal gemütlich gemacht, der einen für Aachen völlig untypischen Anblick bot: es waren vielleicht zehn Männer im Saal, und die waren garantiert in Begleitung ihrer Freundin oder schwul ;) Anders könnte kein Mann diesen Film aushalten. Ein wunderbarer Film, jeglicher schlechter Kritik zum Trotz! Einfach nur herrlich, ich lag am Boden vor Lachen und musste mir auch die eine oder andere Träne wegwischen. Einfach hochromantisch, urkomisch und im typischen Sex and the City Stil. Zwar ging es weniger um Sex als um die Liebe, Miranda und Charlotte haben Kinder und sind verheiratet, mittlerweile sind sie auch jenseits der 40, aber die Themen werden mit der gleichen Portion Humor behandelt wie das von den Bienchen und den Blümchen, und allein der Anblick von der nackten und nur mit selbstgemachtem Sushi bedeckten Samantha oder den unglaublichen Outfits der vier Frauen machen diesen Film sehens- und liebenswert! Unbedingt anschauen! :)

17. April 2008

Charlotte Roche liest “Feuchtgebiete” in Aachen



charlotteroche Gestern war sie nun endlich in Aachen, die bezaubernde Charlotte Roche, und im Gepäck hatte sie ihr skandal- und hype-umwogtes Buch Feuchtgebiete. Der Ballsaal in Aachen war ausverkauft und als sie in ihrem orangen Pullöverchen, der sich furchtbar mit dem Pink ihres Buches biss und deshalb umso mehr hervorstach, auf die Bühne gehüpft kam, war die allgemeine Freude groß und die Spannung darauf, was denn da kommen sollte, stieg ins Unermessliche. Nun, was soll ich sagen, sie las und las und las und das Publikum lachte, ekelte sich und lachte. So detailliert die Beschreibungen der ekligsten Stellen des menschlichen Körpers – über die man höchstens mal mit seiner besten Freundin spricht, und selbst dann nicht so direkt wie Charlotte es tut – auch waren, Charlotte las es ohne rot zu werden, ohne auch nur einmal ins Schleudern zu geraten, sondern mit genüsslichen Betonungen, die manchem Zuhörer sicher die Schamesröte ins Gesicht trieben. Als sie zu einer Gleitmittelmarke namens “Pjur” kam und diese Pijour aussprach, korrigierte sie ein Typ aus dem Publikum, es spreche sich wie man es schreibt, also wie das englische Wort pure. Charlotte machte ganz große Augen, man konnte quasi die Rädchen bei ihr rattern sehen, und dann sprang sie von der Bühne, rannte den Gang zwischen den Sitzreihen entlang, und bedankte sich bei dem mit Sicherheit im siebten Himmel schwebenden Gleitcremenamenbesserwisser mit Küsschen links und rechts. Auf die Frage, ob er es selbst benutzte, folgte ein klares Nein! ;) Ich glaube, wenn ich das Buch selbst gelesen hätte, hätte ich es nach ein paar Seiten weggelegt, aber wie Charlotte es vortrug, war es einfach nur gut. Vielleicht kaufe ich mir einfach das Hörbuch? Oder doch beides? :)
Nach der – wie ich finde, viel zu kurzen – Lesung durfte man noch Fragen stellen. Ich habe mich da mal schön zurückgehalten, während andere Leute fragten, wieviel von der Protagonistin Charlotte selbst sei – viel und auch viel nicht ;) -, was ihre Eltern dazu sagen – sie dürfen das Buch nicht lesen -, und ob sich schon Eltern beschwert hätten, weil ihre zwölfjährige Tochter Sachen aus dem Buch nachgemacht hätte. Alles in allem kann ich Miriams Begeisterung verstehen, mir ging und geht es ähnlich, einfach eine großartige Frau!

Foto von Welt online.

11. April 2008

Kleine Veränderung gefällig?



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Seit Wochen nerven mich meine Haare schon, und seit ein paar Tagen so extrem, dass ich einfach mal etwas Neues ausprobieren wollte. Eine Kurzhaarfrisur zum Beispiel. Heute habe ich es dann auch tatsächlich zum Frisör geschafft, mit Anne im Schlepptau und ein paar ausgedruckten Bildern als Inspiration in der Tasche. Nach ewiger Warterei war ich schließlich an der Reihe und die Frisörin machte mir klar, dass ein kompletter Kurzhaarschnitt bei mir nicht typgerecht wär. Nunja, ich habe sie machen lassen und das Ergebnis war ein sehr durchgestufter Schnitt, wobei die hinteren Haare etwas länger waren. Vokuhila!, schoss es mir durch den Kopf – zu unrecht allerdings -, denn so ganz überzeugt war ich noch nicht. Aber als die Haare dann geföhnt und etwas gestylt waren, fand ich es gar nicht so übel. Iris, die Frisörin, verkündete dann, dass das Einzige, was sie noch stören würde, meine Haarfarbe wäre, so stumpf und glanzlos. Nett :D Aber genau das, was ich auch gedacht hatte. Ein wenig Farbe würde das Ganze noch aufpeppen.
Also sind Anne und ich geradewegs in den nächsten dm gegangen, um dort eine Färbung mit einem leichten Rotstich zu kaufen. Anne hat mir die Haare dann auch direkt im Anschluss gefärbt und nach langem Einwirkenlassen und Auswaschen und Pflegespülung-Einwirkenlassen und erneutem Auswaschen und anschließendem Föhnen war ich restlos begeistert! Die Farbe ist nur gut und macht so viel aus, es ist der Wahnsinn!

Und jetzt will ich euch nicht weiter auf die Folter spannen, hier das Ergebnis:

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