Erkenntnisse nach drei Jahren Aachen
Heute bin ich quasi endgültig aus Aachen verschwunden. Nach einer schönen Abschiedsfete gestern habe ich heute meinen Rest-Kram zusammengepackt und bin nach Münster gedüst, bevor es nächsten Monat irgendwann nach Berlin geht. Natürlich muss ich in letzter Zeit viel über meine Zeit in Aachen nachdenken und ich bin zu folgenden Erkenntnissen im Bezug auf das Herz des Rheinlands gekommen:
- Die Streuselbrötchen von Moss sind tatsächlich am besten. Genau wie eine Kommilitonin es mir in der ersten Uni-Woche prophezeit hatte.
- Ich habe erst an meinem letzten Abend in Aachen die angeblich typisch Öcher Verabschiedungsfloskel “Adieda” kennengelernt.
- Die Nähe zu Holland im Bezug auf das günstige Erstehen von Bier ist nicht zu verachten.
- Auch nach drei Jahren Fahrrad fahren in Aachen sind die Berge immer noch Grund genug für ausgiebige Schimpftiraden. Es lebe das platte Land!
- Die Erkenntnisse im Bezug auf die Aachener Männer würden hier zu weit führen. Hinfahren und selbst erleben, rate ich. Die Erzählungen glaubt einem ja doch keiner.
- Die Verkehrsführung in Aachen hat sich in den letzten drei Jahren kein Stück verbessert. Durch Baustellen wie z.B. die am Boxgraben wird es eigentlich nur schlimmer.
- Wenn es einen Preis für die Stadt mit den meisten hässlichen Bauwerken gäbe, wäre Aachen definitiv ganz vorne dabei1.
- Ja, in Aachen regnet es viel, aber: auch nicht mehr als in Münster. Diese ganze “es aachent”-Sache finde ich ziemlich albern, muss ich sagen.
- Es gibt niemanden, der so schön öchert wie Bäckereifachverkäuferinnen!
- Printen hauen mich immer noch nicht so vom Hocker.
- Ich weiß nun, was “Plümmo”, “Au Hur!” und “Och Herm” bedeuten.
- Montage und Donnerstage muss man einfach in der “Kiste” verbringen!
- Aachen ist eine wunderschöne Stadt, die mir unglaublich ans Herz gewachsen ist, und die ich wie verrückt vermissen werde. Trotz aller Macken. Aachen, Liebschen, Schätzelein, isch han disch gern! :)
- Ich sag nur: Uniklinikum, Super-C, Bushaltestelle am E-Brunnen, dieses merkwürdige Lernraumding neben der Anglistik, von dem ich mir nie den Namen merken kann …[↩]

