15. Mai 2009

Die physikBlog-Expedition zum Science Express



Jeder, der mich halbwegs gut kennt, weiß, dass ich mich von allem, was aus Formeln, Atomen oder Elektronen besteht, möglichst fern halte. Mein physikalisches Wissen bezieht sich im Großen und Ganzen auf die Fähigkeit, eine Glühbirne zu wechseln, die Milchkanne so zu schwenken, dass die Milch nicht herausschwappt (Fliehkraft und so, jaha!), und einen Stromkreis à la Physikunterricht zu zeichnen1. Gut, vielleicht noch das ein oder andere mehr, aber wenn es ins Detail geht, schalte ich auf Durchzug. Es gibt doch wirklich nichts Langweiligeres!

Nun traf es sich aber, dass sich bei der pl0gbar in Aachen die Physiker tummeln und der Andi und der André gleichzeitig die Betreiber des physikBlogs sind. Ich hab mir diesen Blog bisher nicht wirklich angeschaut (weil Thema Physik und langweilig und so), aber jetzt haben die beiden die erste physikBlog-Exkursion angeleiert, und – Tatsache! – ich war mit dabei.

Ziel des Ausflugs war der Aachener Hauptbahnhof, an dem zur Zeit der Science Express Halt macht. Dieser umgebaute Zug tourt derzeit im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2009 quer durch Deutschland und in seinem Inneren befindet sich allerhand Ausstellungsgedöns zur Wissenschaft an sich. Sprich: Physik, Chemie, Medizin, Biologie, Technologie, alles ist dort vertreten. Hört sich ja auch eigentlich ganz cool an!

Die Exkursion startete heute um 14h und fühlte sich tatsächlich irgendwie an wie ein Klassenausflug oder so etwas. Andi und André – als die Chefs usw. – kamen beide in seriösem Partnerlook und ich hatte unter den ganzen Naturwissenschaftlern etwas das Gefühl, der einzige Laie zu sein. Aber tatsächlich war es ganz interessant! Auch für Laien.

Gut, die ersten drei Waggons fand ich echt nicht so pralle. Atome, Geräte, um Licht in der Erde zu messen, andere Geräte, deren Sinn sich mir verschloss, Zellstrukturen, Urknalltheorien. Natürlich alles sehr nett gemacht, aber das ist einfach nicht so meine Materie. Danach fand ich es allerdings immer interessanter. Da ging es um Gehirnfunktionen, Globalisierung durch digitale Netzwerke, neue Technologien, Roboter, zukünftige Ressourcen für Energie und Nahrung2, die Auswirkungen des Klimawandels, Mobilität und die Zukunft der modernen Gesellschaft. Zwischendurch konnte man sich bei Führungen einklinken und ein bisschen den Ausführungen des Führers lauschen; da hatte ich dann tatsächlich das Gefühl, ich lerne etwas.

Also ich muss sagen, ich bin wirklich positiv überrascht! Die ganzen aufgezählten Themengebiete zähle ich irgendwie gar nicht so zur Wissenschaft an sich, für mich sind das immer nur die großen drei Naturwissenschaften. Aber es gibt ja eigentlich noch viel mehr, vor allem eben auch Dinge, die tatsächlich relevant sein können oder es schon sind. Und natürlich ist das ganze Interieur des Zuges sehr nett gemacht, man kann viel selber ausprobieren und sich alles genau anschauen. Nur leider ist es, da es eben immer noch ein Zug ist, ziemlich eng. Vor allem, wenn Schulkinder durch die Gänge toben. Aber das lässt sich ja nicht vermeiden. Und mit dem Interesse für Wissenschaft kann man ja nie früh genug anfangen – und nie zu spät! ;)

  1. Pluspol, Kabel, Glühbirne (also ein Kreis mit x), Kabel, Schalter, Kabel, Minuspol, fertig.[]
  2. Hier gab es ein Modell von einem sich selbst versorgenden Haus – genau so, wie Max mir das mal beschrieben hatte! Absolut spannend![]

29. April 2009

The key to life



When I was 5 years old, my mom always told me that happiness was the key to life. When I went to school, they asked me what I wanted to be when I grew up. I wrote down “happy”. They told me I didn’t understand the assignment and I told them they didn’t understand life.

Vielen Dank an Sebastian für den Link! Via

28. April 2009

Meine Marotten und ich



Dass ich ein bewusst pünktlicher Mensch bin, weiß ich schon lange. Schon immer eigentlich. Wenn es um einen (relativ) wichtigen Termin geht, bin ich auch schonmal gerne eine Viertelstunde früher da und langweile mich, bis die verabredete Uhrzeit dann endlich erreicht ist. Aber immerhin war ich dann nicht zu spät! Beim Bus ist das nicht anders. Meist gehe ich viel zu früh los, weil ich Panik hab, den Bus zu verpassen, was dann auch so weit geht, dass ich meinen Wecker früher stelle, damit ich morgens in aller Ruhe viel zu früh zur Bushaltestelle gehen kann. Natürlich bin ich auch ab und an mal zu spät; allerdings ärgere ich mich jedesmal schwarz darüber und komme dann verschwitzt und abgehetzt bei dem jeweiligen Termin an – anstatt einfach zwei Minuten mehr zu spät zu kommen, dafür aber relaxt und ohne Schweißperlen auf der Stirn. Auf die zwei Minuten kommt es dann ja auch wirklich nicht mehr an. Eigentlich. Das mit der Panik, zu spät zu sein, zeigt sich beim Busfahren auch, wenn ich aussteigen will. Ich bin tatsächlich eine dieser nervigen Personen, die direkt nach der letzten Haltestelle für die nächste auf den Knopf drückt und möglichst sofort aufsteht, um sich an die Tür zu stellen, auch wenn eigentlich so ein, zwei Minütchen Zeit wären.

Wenn andere Leute zu spät sind, nervt mich das übrigens auch, allerdings weit weniger, als wenn ich die Zuspätkommerin wäre. Was ich allerdings gar nicht haben kann, ist, wenn ich wegen jemand anderem oder auch wegen der Verspätung von Bus oder Zug auch zu spät komme. Denn dann liegt es außerhalb meiner Macht, meine obligatorische Viertelstunde Überpünktlichkeit einzuhalten … ;)

Ehrlich gesagt: Ich kann verstehen, wenn andere Leute von dieser Überpünktlichkeit genervt sind. Aber ich kann nichts dagegen tun! Wie singen Tulp so schön: Pünktlichkeit macht einsam ;)

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