7. Juli 2010

Fußball – ein Frauensport



Gestern war ich mit einer Freundin verabredet – nicht zum Shoppen, nicht zum Sekttrinken, nein, zum Fußballgucken! Klar, es ist WM, da guckt ja jeder Fußball, blabla. Aber Fakt ist, die WM ist schon etwas Anderes als die schnöde Bundesliga, die WM (und ganz besonders das Spiel der deutschen Mannschaft!) schafft es dieses Jahr nämlich, mich für den Sport an sich zu begeistern.

Maike und ich haben uns gestern also eine nette Kneipe gesucht und das Spiel Niederlande – Uruguay angeschaut. Das Großartige daran war, dass wir uns fast das ganze Spiel durch unterhalten haben, ohne es dabei aus dem Blick zu verlieren. Multitasking eben. Und niemand hat sich beschwert und uns gesagt, wir sollten die Klappe halten. Die Themen des Abends waren übrigens auch vom Fußball geprägt. Es ging um die deutsche Mannschaft, die bisherigen WM-Spiele, den Sport an sich, darum, wie wir die Mannschaften einschätzen usw.

Es war kein klassischer Fußballabend, denn der vermeintliche Hauptakteur des Fußballs – der Mann – fehlte. Und wir waren uns einig, dass es eine wirklich erfrischende Erfahrung war.

Ob ich mir in Zukunft allerdings auch die Bundesliga anschaue, möchte ich bezweifeln. Aber vielleicht lasse ich mich zu dem einen oder anderen Spiel hinreißen, wenn mir danach ist. Mit den Mädels, versteht sich! ;)

17. Oktober 2009

Der Abschied



Ein kleiner Nachschub zum letzten Artikel.

Passt auch thematisch ganz gut gerade. Habe gerade wieder einen kleinen Sentimentalen, verzeiht.

27. Mai 2009

“Viel Lärm um nichts” präsentiert vom Poetischen Anfall



viellaermumnichts Heute Abend habe ich mir die dritte Aufführung des Poetischen Anfalls von Shakespeare’s Viel Lärm um nichts angesehen. Das Stück wurde in Szene gesetzt von der Theatergruppe der RWTH, die in Eigenregie die Komödie auf die Beine gestellt hat.
Erfahren hatte ich davon schon vor einiger Zeit von Dinah, die in dem Stück die Hero spielt und mir schon Einiges von den Proben und sonstigen Vorbereitungen erzählt hatte.

Nun, ich brannte natürlich darauf, das Ganze mit eigenen Augen zu sehen und heute war es dann endlich so weit. Und ich kann nur sagen: Ich bin schwer begeistert!
Das Theaterstück ist urkomisch, ich habe gelacht bis zum Umfallen, und an den dramatischen Stellen empathisch mitgefiebert, vor allem, als Dinah alias Hero schluchzend am Boden lag. Ich wäre am liebsten auf die Bühne gestürmt, um sie zu trösten!

Die Rollen waren einfach fantastisch besetzt: Jedem schien seine Rolle wie auf den Leib geschneidert; und das, obwohl viele Frauen Männerrollen übernehmen mussten – was zu Shakespeare’s Zeiten selbstverständlich undenkbar gewesen wäre und dort umgekehrt praktiziert wurde.
Die Hauptrollen überzeugten durch ausgeprägte Mimik und rhetorische Fähigkeiten – so z.B. Benedikt, Beatrice und Don Pedro.
Aber auch die kleinsten Rollen waren unentbehrlich. So der “Busch”, der eine große Fangemeinschaft im Publikum sitzen hatte, die Wächter, allen voran Holzapfel – zum Schreien komisch, das muss man erlebt haben! -, aber auch der Bruder des Leonato. Sie alle wurden ihren Rollen mehr als gerecht und holten heraus, was herauszuholen war.
Die Kulisse war sehr schlicht, aber ausreichend; Mimik, Gestik und Darstellungsweise der Schauspieler reichten im Grunde, um die Geschichte aufleben zu lassen. Licht und Ton waren sehr gut auf die Szenen abgestimmt, besonders dann, wenn sich die Handlung dramatisch zuspitzte, oder aber auch durch eine Twisteinlage aller Beteilgten aufgelockert wurde. Es wurde sogar mit Schwarzlicht gearbeitet, was dem “Maskenball” noch einmal eine ganz andere Note verlieh.

Umso mehr Beachtung verdient diese Theaterinszenierung, da sie komplett von Laienschauspielern hervorgebracht wurde, ohne professionelle Hilfe oder Anleitung durch einen erfahrenen Theatermenschen. Das Ergebnis lässt sich wirklich sehen, und so verschwindet auch jeder kleine Versprecher unter dem tosenden Applaus und Gelächter des Publikums.

Ich glaube, ich seh mir das Spektakel noch einmal an! :)

Bis Samstag wird es noch drei Aufführungen geben. Wenn ihr also wieder einmal von Herzen lachen möchtet, lege ich euch nahe, dem Poetischen Anfall einen Besuch abzustatten.

Wann? 27., 29. und 30. Mai 2009, 20h
Wo? Theatersaal der Hauptmensa, Turmstr. 3, Aachen
Eintritt: 5€, Karten gibt es beim AStA zu kaufen


Auf der Homepage der Theatergruppe gibt es auch Fotos und aktuelle Pressemeldungen.

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