Das Grand Hotel van Cleef ist ja eigentlich das Singer-Songwriter-Indie-Pop-Label. Ich sage nur: Kettcar, Tomte, Olli Schulz. Zugegeben, das ist der Stand von 2006, als zum ersten Mal das Fest van Cleef – damals noch unter dem Namen „Simon, die alte Frau van Cleef und ich“ – stattfand. Mittlerweile haben beim Fest van Cleef viele Label-fremde Bands gespielt, z.B. I am Kloot, Kante und Gisbert zu Knyphausen. Alles gute Freunde des Grand Hotels, denn das ist das Aushängeschild: Friede, Freude, Eierkuchen. Das ist jetzt gar nicht so ironisch gemeint, wie es klingt, das ist es ja, was diese Plattenfirmafamilie wirklich sympathisch macht und von anderen Labels abhebt. Aber abheben ist leider nicht immer ganz so gut, wie Herr Uhlmann derzeit eifrig unter Beweis stellt. Aber dazu gleich mehr.

Eigentlich wollte ich ja von dem diesjährigen Fest van Cleef am 11. Dezember erzählen. Und das war tatsächlich wunderschön! Dresden war die letzte Station der Kurz-Tour, der Alte Schlachthof die sehr gut gewählte Location. Es gab zwei Bühnen, eine große und eine kleinere, auf denen die Auftritte der einzelnen Künstler abwechselnd und somit ohne große Unterbrechungen stattfinden konnten. Außerdem verteilten sich die Festival-Besucher in dem recht weitläufigen Gebäude ziemlich gut, sodass es nie zu voll oder zu stickig war.

Meine Helden des Abends waren Element of Crime und Moritz Krämer. Wenig verwunderlich natürlich und doch waren sie an diesem Abend besonders großartig.
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