31. Dezember 2009

Jahresrückblick 2009



Ich möchte bei diesem Jahresrückblick nicht zu sehr in die Tiefe gehen. Es ist unheimlich viel passiert, vieles hat sich verändert, doch bei nur wenigen Dingen halte ich es für angemessen, hier darüber zu schreiben. Ich möchte jedoch sagen, dass das Jahr 2009 mich in einiger Hinsicht verändert bzw. weitergebracht hat, ob ich nun wollte oder nicht.

Neben diesem ganzen Wirrwarr gab es in diesem Jahr einige große Einschnitte.
Da wäre zum Einen mein abgeschlossenes Bachelorstudium. Jahaa, seit August diesen Jahres könnte ich theoretisch immer ein B.A. hinter meinen Namen setzen, aber das wäre ja ein wenig zu dick aufgetragen ;) Thema meiner Bachelorarbeit war Die Liebesdarstellung im Eneas Heinrichs von Veldeke; mit ihr habe ich zahlreiche schlaflose Nächte verbracht, sie hat mich besonders in den letzten zwei Wochen vor der Abgabe nicht mehr losgelassen. Umso größer war die Erleichterung, als diese Zeit endlich vorbei war. Und umso größer der Stolz, als ich mein Bachelor-Zeugnis in der Hand hatte. Yeah!
Kurz darauf folgte der nächste große Einschnitt: Weg aus Aachen, zurück nach Münster, weg aus Münster, und auf nach Berlin. Ich kann es immer noch nicht ganz glauben, dass ich jetzt hier in der Hauptstadt sitze. Aber ich bereue diesen Schritt kein bisschen, auch wenn mir die Zeit in Aachen immer noch unheimlich fehlt.
Der Masterstudiengang der Editionswissenschaft war ebenfalls eine gute Wahl. Bisher kann ich wirklich nicht klagen, auch wenn ich jetzt schon ziemlichen Bammel vor den Klausuren habe. Dennoch: Die FU Berlin ist eine topp Uni! Im Vergleich zur RWTH Aachen das Paradies für ein geisteswissenschaftliches Studium. Doch, ich kann wirklich sagen, dass es mir hier ziemlich gut geht.

What’s more?
Da war das unheimlich tolle Haldern Pop Festival. Ich träume mich immer noch gerne dorthin zurück. Für mich der Innbegriff des Sommers 2009. Einfach wunderbar!
Dieses Jahr bin ich außerdem zu Twitter und damit zu einigen pl0gbars dazugestoßen. Auch wenn ich dafür immer noch schief angeguckt werde, ich bin sehr gerne zu diesen Treffen gegangen und finde es ziemlich schade, dass es pl0gbars in Berlin nicht wirklich gibt. Dafür dann die re:publica 2010! ;)
Im Frühjahr war ich mit Sophia in Wien, dann noch zweimal in Irland, doch leider war das alles viel zu kurz. Ich hoffe, 2010 schaffe ich es, mal richtig Urlaub zu machen.
Last but noch least war auch dieses Jahr wieder gespickt mit tollen Konzerten in Aachen, Köln, Berlin usw. Und ich bin mir sicher, dass das im Neuen Jahr nicht abnehmen wird. Im Gegenteil, die Neujahrsrevue mit Olli Schulz und Co. läutet das Konzertjahr 2010 gebührend ein.

Zuletzt möchte ich allen Menschen danken, die mich dieses Jahr begleitet und unterstützt haben; allen, die meine Launen ertragen, mich aufgeheitert, mich zum Lachen und Weinen gebracht haben. Ohne meine Freunde und Familie wäre ich dieses Jahr in vielen Situationen wirklich durchgedreht. Doch trotz allem kann ich sagen, dass ich viel Gutes aus dem Jahr 2009 mitnehme und optimistisch ins Neue Jahr starten werde.

Danke, ihr Lieben, und einen guten Rutsch!

6. Dezember 2009

Schreibflautenmischmasch



Schreibflaute, ja. Was machen mer da? Einfach einen kleinen Mix, damit alles, wovon ich noch berichten wollte, mal erwähnt wurde. Immerhin besser als gar nichts. Nicht wahr :)

Konzerte in Berlin?
Wo soll ich anfangen?
Da war einmal das fantastische Konzert von Jochen Distelmeyer im Postbahnhof. Sehr cool, dass Christoph mich begleitet hat, den ich bis dato nur virtuell kannte :) Das Konzert war grandios, Jochen ist einfach zu cool für diese Welt. Und außerdem noch unheimlich nett, wie uns vor der Garderobe von einer Frau gesteckt wurde, die bei seinem Label arbeitet. Unheimlich viele Blumfeld-Songs wurden gespielt und ganze vier Zugaben! Gerne wieder :)
Auch toll (aber anders toll) war Miss Li im Lido. Super Band, Schweden sind einfach die besten! Die Stimmung war grandios, es wurde getanzt bis zum Gehtnichtmehr, und Miss Li ist einfach so zuckersüß und hat so eine bomben Stimme. Großartig! Auch davon gerne bald wieder mehr.
Dann war da noch das Konzert von Tegan and Sara, das zwar ganz gut war, mir jedoch etwas zu elektronisch war. Die Schwestern waren unheimlich sympathisch, aber umgehauen hats mich leider nicht.

Plattenkritik?
Zum Konzert von Helgi Hrafn Jónsson habe ich es leider nicht geschafft. Dafür habe ich letztens1 von seinem Online-Promoter die CD zugeschickt bekommen, damit ich etwas darüber schreibe. Leider fiel das genau in mein Schreibtief :/ Ich hole es nun hiermit in aller Kürze so gut es geht nach:
Das Album For the Rest of My Childhood ist wie gemacht für kalte, graue Herbst- und Wintertage. Hauchzart, gewaltig, fröstelnd2 und mit einem ansteckenden Lachen singt der zarte Isländer seine Lieder, eins schöner als das andere. Mein Favorit ist nach wie vor Soft Targets3. Falls ihr auf Musik aus dem Norden steht, auf schräge Isländer à la Sigur Rós, wenn ihr noch ein tolles Weihnachtsgeschenk sucht – dieses Album ist wirklich perfekt! Und das meine ich sowas von ernst! Auch wenn diese Rezension nun leider in einer solchen Kurzform erscheinen musste …

Uni?
Läuft. Zwar ein wenig schleppend, weil es bei mir immer noch etwas chaotisch ist, aber das wird schon. Es gefällt mir auf jeden Fall richtig gut, vorneweg die Philologische Bibliothek. Die Mensa ist ebenfalls klasse4, die Kommilitonen sowieso, und wenn da nicht die Angst vor den Klausuren am Ende des Semester wäre, gäbe es wirklich keinen Grund zur Klage.

Umzug?
Geschafft. So langsam steht alles und ich hoffe, dass ich Ende dieser Woche auch alle Kisten ausgepackt sind.

Ansonsten?
Ein turbulentes Jahr, das sich da dem Ende zuneigt. Mein Umzug nach Berlin ist da noch die geringste Veränderung. Aber bisher fühle ich mich pudelwohl hier, was nicht zuletzt an den tollen Leuten liegt, die ich hier kennengelernt habe5, daran, dass ich meine Öcher immer noch um mich hab, ob übers Telefon oder live – ganz besonders natürlich dieses Wochenende, das einfach unendlich toll war!! -, daran, dass ich bisher noch gar nicht angepöbelt wurde in dieser Riesenstadt, und und und. Nächstes Jahr kann auf jeden Fall richtig durchgestartet werden, wenn sich die anfängliche Aufregung etwas gelegt hat und der Alltag übergreift. Ich freu mich darauf.

Doch, eigentlich läuft alles ziemlich gut momentan, von dem einen oder anderen (Gefühls-)Chaos abgesehen. Jetzt gerade sitze ich mit einem Teeadventskalender-Tee am Schreibtisch6, höre Jojos 50er-Jahre-Weihnachtsmix-CD, die Kerzen sind an und wenn mir nicht die Uni im Nacken säß, wäre ich ich bin gerade wunderbar entspannt.

  1. Ähäm, ist leider schon ein ganzes Weilchen her …[]
  2. Gänsehaut garantiert![]
  3. Unbedingt mal reinhören![]
  4. … wenn sie nicht gerade bestreikt wird ;) []
  5. Ja, Herr B., damit sind ganz besonders Sie gemeint! :) []
  6. Ja, endlich steht er!![]
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