Dass ich ein bewusst pünktlicher Mensch bin, weiß ich schon lange. Schon immer eigentlich. Wenn es um einen (relativ) wichtigen Termin geht, bin ich auch schonmal gerne eine Viertelstunde früher da und langweile mich, bis die verabredete Uhrzeit dann endlich erreicht ist. Aber immerhin war ich dann nicht zu spät! Beim Bus ist das nicht anders. Meist gehe ich viel zu früh los, weil ich Panik hab, den Bus zu verpassen, was dann auch so weit geht, dass ich meinen Wecker früher stelle, damit ich morgens in aller Ruhe viel zu früh zur Bushaltestelle gehen kann. Natürlich bin ich auch ab und an mal zu spät; allerdings ärgere ich mich jedesmal schwarz darüber und komme dann verschwitzt und abgehetzt bei dem jeweiligen Termin an – anstatt einfach zwei Minuten mehr zu spät zu kommen, dafür aber relaxt und ohne Schweißperlen auf der Stirn. Auf die zwei Minuten kommt es dann ja auch wirklich nicht mehr an. Eigentlich. Das mit der Panik, zu spät zu sein, zeigt sich beim Busfahren auch, wenn ich aussteigen will. Ich bin tatsächlich eine dieser nervigen Personen, die direkt nach der letzten Haltestelle für die nächste auf den Knopf drückt und möglichst sofort aufsteht, um sich an die Tür zu stellen, auch wenn eigentlich so ein, zwei Minütchen Zeit wären.
Wenn andere Leute zu spät sind, nervt mich das übrigens auch, allerdings weit weniger, als wenn ich die Zuspätkommerin wäre. Was ich allerdings gar nicht haben kann, ist, wenn ich wegen jemand anderem oder auch wegen der Verspätung von Bus oder Zug auch zu spät komme. Denn dann liegt es außerhalb meiner Macht, meine obligatorische Viertelstunde Überpünktlichkeit einzuhalten … ;)
Ehrlich gesagt: Ich kann verstehen, wenn andere Leute von dieser Überpünktlichkeit genervt sind. Aber ich kann nichts dagegen tun! Wie singen Tulp so schön: Pünktlichkeit macht einsam ;)