28. Februar 2008

Fremdposteln© 2008



Sehr, sehr tolle Sache, die ich da gerade bei Miriam gelesen habe :) Und zwar geht es um eine Aktion, die Pia wohl schon letztes Jahr ins Leben gerufen hat und dies nun erneut startet. Ich bin natürlich dabei! Bei sowas doch immer :) Immerhin geht es um Postkarten schreiben und bekommen und das auch noch von Unbekannten. Ich bin sehr gespannt und überlege mir gerade schon, wie meine Postkarte wohl aussehen wird :) Es ist ja noch ein wenig Zeit, und bis dahin habe ich mein Konzept hoffentlich genügend ausgefeilt!
Wer wissen will, worum es eigentlich geht, klicke einfach auf das wunderschöne Logo :)

fremdposteln2008

Natürlich werde ich meine Postkarte, die ich dann demnächst erhalte, auch hier posten, ist ja klar!

20. Februar 2008

Lesen und Singen mit Herrn Schulz



ollilesung Gestern konnte endlich offiziell das Konzertjahr 2008 eingeläutet werden! Und zwar mit dem Doppelereignis, das sich den fröhlichen Namen Lesen und Singen mit Olli Schulz gegeben hatte und genau das hielt, was es versprach: Konzert plus Lesung.
Im Gegensatz zum letzten Mal haben wir das Gebäude 9 völlig problemlos gefunden – ziemlich barackig, aber es hat etwas und größer hätte die Location für dieses Event wirklich nicht sein dürfen.
Nunja, es ging fast pünktlich los, nämlich mit einem wunderbaren Einleitungsfilm ganz à la manière de GHVC, und Olli, in gediegenem Nadelstreifenhemd, Jacket und Jeans, trat auf die Bühne, die mit zwei nett arrangierten Tischen mitsamt Obst- und Süßigkeitenschale, und einem Mikro in der Mitte bestückt war. Allein die Vorgeschichte zu seinem Buch, die er nun präsentierte, hätte schon Bände füllen können. Das Buch gibt es übrigens noch nicht, da noch kein Verlag Interesse geäußert hat ;) Aber während der Lesung hat Rasmus Engler als Lektor immer wieder eingegriffen und fröhlich in dem – zugegeben – noch nicht ganz ausgereiften Text herumgestrichen. Auf jeden Fall fing Olli tatsächlich irgendwann an, zu lesen, und ich muss sagen: ich habe selten so ausgiebig gelacht. Da waren wirklich Geschichten bei, das geht auf keine Kuhhaut. Es ging im Großen und Ganzen um seine Erfahrungen als kleiner Backstagemann bei einem Europop- und Schlagerfestival in Güstrow. Einfach nur gut, wie er die Teenie- und Seniorenmusikwelt des letzten Jahrzehnts beschreibt! Natürlich ist er immer wieder abgeschweift, wie das so seine Art ist. Entweder hatte Olli ein wirklich ereignisreiches Leben oder aber er hat eine blühende Fantasie. Oder beides. Die Geschichten, die er zum Besten gab, kann man gar nicht wiedergeben, die muss man von Olli persönlich erzählt bekommen, und diese Chance sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen!
Nach einer kurzen Pause wurde dann ein wenig die Gitarre gezückt und ein paar ältere sowie neuere Lieder gespielt. Sehr gut war der kleine Vorgeschmack auf das neue Album von Olli Schulz & der Hund Marie. Hier hat Olli zwei Lieder von irgendwelchen lokalen Punkgrößen der 90er (oder so) in ein akustisches Gewand gezwängt, was aber wirklich großartig war! Die darin behandelten Themen waren ein Amoklauf auf Pelzträger und Deutschland aus der Sicht eines Staatsfeinds, wirklich sehr böse, aber äußerst gelungen! Es folgten Lieder wie Rückspiegel, Dann schlägt dein Herz, Die Ankunft der Marsianer und Unsichtbarer Vogel – allerdings war Olli leicht betrunken, oder nervös, oder er dachte, es sei lustig, jedenfalls hat er sich unglaublich oft verspielt, den Text vergessen o.ä. Das war schon etwas schade, aber ganz ehrlich, wenn man auf ein Olli Schulz Konzert geht, rechnet man eher weniger mit musikalischen Glanzleistungen und einer glatten Show, als mit einigen guten Lachern und einem sympathischen Möchtegernrockstar, der im Handumdrehen die Herzen all seiner Zuhörer gewinnt. Rock’n'Roll Lifestyle, baby! :)
Leider mussten wir rechtzeitig unseren Zug erwischen und konnten nicht ganz bis zum Ende bleiben. Wer weiß, wie lange Olli noch erzählt hat! Aber egal. Fazit: es hat sich wirklich gelohnt!

15. Februar 2008

Morgens, 6:52 in Aachen



Freitag. Semesterferien aka vorlesungsfreie Zeit. Wecker auf 9:11 gestellt. Und was mache ich? Seit 5h kann ich nicht mehr schlafen und versuche zwanghaft, an irgendetwas Monotones, Langweiliges und Friedliches zu denken. Tja, stattdessen habe ich nun einen Ohrwurm von Chop Suey. Das Lied ist übrigens Schuld daran, dass es höllisch weh tut, wenn ich meinen Kopf nach rechts drehe – ich muss mir am Mittwoch im Nightlife irgendwie einen Nackenmuskel gezerrt haben oder so. Und dabei headbange ich wahrscheinlich noch total harmlos und ja auch wirklich nicht oft. Tja, Anfängerfehler. Jetzt versuche ich also, mich mit dem neulich erstandenen Oh, Inverted World von den großartigen Shins wieder ein wenig auf den Boden der Tatsachen (früh morgens, müde, schlafen wollen) zu holen. Und mich nach Garden State zurück zu träumen. Einfach so lustig. Und voll schöööön.

Ich gebe zu, dieser Artikel ist mehr als sinnlos. Er ist eigentlich auch nur dazu da, dass ich mich in diesen frühen, menschenleeren Stunden mitteilen kann. D.h. eben war mein Bruder schon online. Und ich höre Schritte auf dem Flur. So ganz alleine bin ich dann wohl doch nicht :)

Ich werde jetzt noch ein wenig meinen Goethe weiterlesen und die Zeit bis zu meinem eigentlichen Aufstehen vertrödeln. Beim nächsten Ton ist es 7:12.

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