Karneval als Nicht-Jeck
Es ist wieder so weit. Ich habe zum zweiten Mal festgestellt, dass ich in der falschen Stadt studiere. Zumindest für eine Woche. Ausnahmezustand. Die fünfte Jahreszeit ist offiziell seit heute1 angebrochen. Und wird mit Sicherheit bis nächsten Mittwoch anhalten. Die Rheinländer haben Hummeln im Hintern, Bier in der Hand, ein rotes Pferd auf der Zunge und ein Teufels-, Sträflings- oder Marienkäferkostüm an.
Karneval.
Tjaa, ich als eingeschworener Nicht-Jeck verkrieche mich also zur Zeit in meinem Zimmer. Dabei würd ich so gern schwimmen gehen. Aber: es ist ja Altweiber, also haben alle Schwimmbäder geschlossen! Yoga fällt auch aus. Uni auch. Und in der Stadt steppt der bunt angemalte Bär. Leider bin ich hier ja eine unter Wenigen, denen es ebenso ergeht, die das Jeckentum genauso unverständlich und die besoffene, verkleidete Jugend aller Generationen auf dem Marktplatz furchtbar finden. Nunja, da muss ich wohl durch. Immerhin wohne ich so weit außerhalb, dass ich hier zumindest nichts davon mitbekomme. Zum Beispiel von den kölschen Jesängen à la Denn wenn et Trömmelche jeht / dann stonn mer all parat / un mer trecke durch de Stadt / un jeder hätt jesaat / Kölle Alaaf, Alaaf, Kölle Alaaf.
Ooohje, es hinterlässt doch seine Spuren. Zum Glück bin ich nur in Aachen und nicht in Köln selbst! Also Augen zu und durch!
- Bzw. natürlich eigentlich schon seit dem 11.11. -.-[↩]
